Nachdem wir uns schon seit laengerem nicht mehr auf kokosnews gemeldet haben gibt es jetzt ein ausfuehrliches Update. In der Zwischenzeit sind wir in Bolivien angekommen. Unsere Reiseroute seit dem letzten Eintrag fuehrte von San Pedro de Atacama in Chile mit einer Busfahrt ueber die Anden (hoechste Stelle auf der Route 4800m) nach Salta in Argentinien und von dort aus nach Bolivien (La Paz, Sucre, Titicacasee).
Aber alles der Reihe nach: Die Fahrt aus der Wueste uber die Anden nach Salta in Argentinien fuehrte wie bereits erwaehnt ueber eine 4800 m hohe Passstrasse. Waehrend der Busfahrt wurden alle Passagiere in regelmaessigen Abstaenden immer wieder gefragt ob es ihnen gut geht und ob auch keiner mit der Hoehe Probleme hat. Aber es ging allen soweit gut.
Der Grenzuebertritt mitten in den Bergen hat ungefaehr eine Stunde gedauert. Danach ging es auf unglaublichen Serpentinen hinab nach Salta.
Salta hat eine wunderschoenen Plaza mit einer Pink(!)farbenen Kirche . Von Salta aus wollten wir an einen wunderbaren See fahren, der ca. 65 km entfernt ist und nur mit einem Mietwagen zu erreichen. Aber das war so ein Problem: Zuerst wurde uns ein zugesagter Mietwagen wieder abgesagt und als wir dann doch einen Mietwagen gefunden und angezahlt hatten, kam am naechsten Morgen, als wir schon mit gepacktem Rucksack da standen der Typ von der Vermietung und sagte uns, dass es ein technischen Problem gaebe und hat uns kommentarlos unsere Anzahlung zureuck gegeben. Da standen wir nun da. Nach einer sonntagmorgendlichen Odysee durch die noch geoeffneten Mietwagen-Agenturen hat uns schliesslich der Rezeptionist unsereres Hostels den Wagen seiner Schwester angeboten. So sind wir letzendlich doch noch zu einem wunderbaren See gekommen und haben dort auch eine schoene Bootsfahrt gemacht.
In Salta haben wir unsere weitere Reise nach Bolivien organisiert. Da dort am 6. Dezember Praesidentenwahlen sind und die Bolivianer gerne mal mit Srassenblockaden ihre Meinung kundtun, haben wir uns entschieden die meisten Routen mit dem Flugzeug zurueckzulegen, was hier in Suedamerika ein recht erschwingliches Vergnuegen ist.
So sind wir ueber La Paz nach Sucre geflogen. Da der erste Flug bereits 3 Stunden Verspaetung hatte waren wir sehr dankbar, dass uns beim Umsteigen in Santa Cruz ein erfahrener Geschaeftsmann am Flughafen durch die Passkontrolle und bis zum Weiterfluggate gelotst hat.
Sucre selbst ist eine wunderschoene Kolonialstadt auf 2800m . Dort wohnten wir in einem Hostel, das von einer Schweizer Familie gefuehrt wird, die vor 4 Jahren nach Sucre kam. Von Sucre aus haben wir eine Tour auf einem Quad mit Fuehrer in die umliegenden Berge gemacht. 12o km offroad ueber Schotter- Sand- und Erdpisten. Das hat richtig Spass gemacht! Danach waren unsere Klamotten mit Wasser und Schlamm voll gespritzt.
Das absolute Highlight war aber mit Abstand unser selbstgekochtes Geschnetzeltes mit handgeschabten Spaetzle!
Da kam fast ein bischen Heimweh auf
Der Rueckflug von Sucre nach La Paz hatte ebenfalls ein kulinarisches Highlight fuer uns bereit. Am Gate zum Flugzeug hoerten wir von der Stewardess zum ersten mal das Wort “Premium” im Zusammenhang mit unseren Namen. Und irgendwie sind wir tatsaechlich in der der 1. Klasse im Flieger gelandet. Warum auch immer, die Tickets kosteten gerade mal 80 Euro pro Person. Dort war natuerlich nicht nur die Beinfreiheit enorm, sondern auch die Verkoestigung. Caro scherzte noch, das wir bestimmt Sushi bekommen und tatsaechlich: Hoch ueber Bolivien gabs lecker Suhi mit Sojasauce. Unglaublich. Leider dauerter der Flug nur 45 Minuten. Wir haetten es durchaus noch laenger ausgehlaten
Den Rest des Tages und die Nacht verbrachten wir dann in La Paz. Eine Riesenstadt mit ganz eigenem Flair. Hier steht der Businessman im Anzug neben der Marktfrau in Tracht. Auf 3600 m. geht einem dafuer aber richtig schnell die Luft aus. Wer mal erleben will, wie man sich als alter Mensch vermutlich fuehlt, sollte sich eine Marktbummel durch La Paz antun. Aber es hat trotzdem Spass gemacht und war super interessant.
Jetzt im Moment sind wir am Titicacasee angekommen, der ca. 3.5 Stunden von La Paz entfernt ist. Das Wasser spiegelt in Saphirblau den Himmel wieder. Die Luft ist ganz klar – wahrscheinlich erscheint das Blau deshalb so intensiv.
Unsere Bilder koennen wir leider immer noch nicht hoch laden, weil die technischen Voraussetzungen dafuer hier in Copacabana fehlen. Wer sich ueber diesen Ort wundert: Es ist nicht der beruehmte Stadtteil von Rio de Janeiro.